Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau

Ergebnisse

Erste Ergebnisse – TM-Gehalte der Gesamtpflanze

Bei der Modellierung des TM-Gehaltes der Gesamtpflanze wird sowohl der Zeitraum Aussaat bis Siloreife als auch weibliche Blüte bis Siloreife untersucht. Der Vorteil bei letzterer Vorgehensweise besteht darin, dass eventuelle Stressbedingungen in der Vorblütephase aus Vereinfachungsgründen nicht berücksichtigt werden. Wird der Termin der Blüte jedoch nicht korrekt erfasst bzw. vorhergesagt, kann dies zu Einbußen im Hinblick auf die Prognosegenauigkeit führen. Der Zusammenhang zwischen Temperatursumme und TM-Gehalt der Gesamtpflanze kann bei Berechnung ab Aussaat über eine exponentielle Funktion, bei Beginn ab Blüte über eine lineare Funktion abgebildet werden.

Die vorläufigen Ergebnisse der Modellkalibration zeigen, dass eine Prognose des TM-Gehaltes der Gesamtpflanze prinzipiell mit allen drei Modellen möglich ist. Die Resultate der beiden Temperatursummenmodelle unterscheiden sich jedoch nur geringfügig, so dass im folgenden nur der DMK-Ansatz (8 °C Basistemperatur) dargestellt wird. Für alle 8 Sorten weisen die Modelle sowohl bei Berechnung ab Aussaat als auch ab Blüte, s. untenstehende Tabelle., zufriedenstellende Anpassungen mit mittleren Abweichungen (Root Mean Square Error = RMSE) von ca. 3 % auf. Lediglich für die Sorten Arsenal und Probat traten etwas größere Abweichungen zwischen beobachteten und berechneten Werten auf.

 

Modellanpassung für den TM-Gehalt (%) der Gesamtpflanze bei Modellierung ab weiblicher Blüte, Versuchsjahre 2000 und 2001.

 
 

Sorte

 

Silo-
reifezahl

 

Körner-
reifezahl

 

n

 

FOMAQ

 

T-Summe (DMK)

 

Fehler-
reduktion
FOMAQ (%)

RMSE

RMSE

Arsenal

S 210

K 210

146

0.75

4.3

0.67

4.94

13

Oldham

S 220

-

146

0.76

3.53

0.73

3.75

6

Symphony

S 220

K 210

146

0.73

3.62

0.69

3.88

7

Probat

S 230

K 220

146

0.79

3.66

0.69

4.37

16

Attribut

S 240

K 250

146

0.72

3.25

0.70

3.34

3

Fuego

S 250

K 220

146

0.72

3.21

0.69

3.31

3

Clarica

S 270

K 280

106

0.80

2.72

0.76

2.95

8

Benicia

S 280

K 250

106

0.81

2.46

0.75

2.84

13


Anhand der beispielhaft in untenstehender Grafik dargestellten Verläufe für die Sorte Arsenal wird deutlich, dass für einige Standorte sowohl mit dem Temperatursummenmodell als auch mit FOMAQ zufriedenstellende Modellanpassungen erzielt werden können. Wird die Entwicklung der Maisbestände jedoch von Wasserstress beeinflusst, wie dies insbesondere am Standort Bad Hersfeld im Versuchsjahr 2001 der Fall war, so kann durch die Berücksichtigung der Einstrahlung und des Bodenwasserhaushaltes im Modell FOMAQ eine bessere, wenn auch noch nicht ganz zufriedenstellende, Simulation des TM-Gehaltes in der Gesamtpflanze erzielt werden. Eine weiterentwickelte, modellmäßige Quantifizierung des Wasserfaktors ist zur Zeit noch in Bearbeitung. Mit dem Temperatursummenmodell ist auch durch einen Korrekturfaktor, wie in Frankreich verwendet, keine zufriedenstellende Übereinstimmung zwischen gemessenen und berechneten TM-Gehalten für diesen Standort zu erreichen. Im Mittel über alle Sorten, konnte bei der Verwendung von FOMAQ der Fehler um 9% gegenüber dem Temperatursummenmodell reduziert.

Simulierter und beobachteter Verlauf des TM-Gehaltes der Gesamtpflanze, berechnet ab weiblicher Blüte, für ausgewählte Standorte 2001 - Sorte Arsenal (Datengrundlage: Versuchsjahre 2000 und 2001)

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