Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau

FOPROQ

Das Modell umfasst mehrere Module

  • ein Ertragsmodul
  • ein Qualitätsmodul
  • ein Simulationsmodul (FOSIM)


Während mit dem Ertrags- und Qualitätsmodul jeweils ein Aufwuchs modelliert werden kann, bietet das Simulationsmodul die Möglichkeit, eine komplette Vegetationsperiode, bestehend aus mehreren Aufwüchsen, abzubilden. Hierbei kann die Nutzungsfrequenz über den anzustrebenden TM-Ertrag bzw. eine zu erreichende Futterqualität indirekt determiniert werden.

Mit dem Ertragsmodul wird der tägliche Trockenmassezuwachs als Produkt aus relativer Wachstumsrate und vorhandener Biomasse berechnet, wobei angenommen wird, daß die relative Wachstumsrate eines „normalen“ Grünlandbestandes kurz nach Beginn einer Zuwachsperiode am höchsten ist. Während der Zuwachses nimmt die relative Wachstumsrate kontinuierlich ab, was durch eine invers-sigmoide Funktion der Blattfläche beschrieben wird. Die Parameter dieser Blattflächenfunktion, die vorhandene Biomasse zu Beginn des Aufwuchses und der Startwert der relativen Wachstumsrate charakterisieren das Wachstumspotentials eines Bestandes. Der Einfluß von Witterungs- und Bodenverhältnissen wird über einen Wachstumsindex berücksichtigt, der aus Temperatur, Strahlung und pflanzenverfügbarem Bodenwasser berechnet wird.

Die Modellierung der Futterqualität beruht auf der engen Beziehung zwischen phänologischer Bestandsentwicklung und Qualitätsveränderungen, wobei die Veränderungsraten der Qualität beeinflußt werden durch Genotype, Management und Umwelt. Diese Umweltbedingungen wie Temperatur, Photoperiode, Einstrahlung und Bodenwasser werden über exponentielle bzw. negativ exponentielle Funktionen in entsprechende Qualitäts-Veränderungsraten konvertiert. Die täglichen Veränderungsraten der einzelnen Umweltfaktoren werden zu einer Umweltveränderungsrate multipliziert und diese aufsummiert. Alle Qualitätsparameter werden nun als Funktion dieser summierten Umweltveränderungsrate modelliert. Als besonders geeignet zur Beschreibung dieser Zusammenhänge haben sich Schwellenwert-Response-Funktionen erwiesen. Parameterisierungen wurden vorgenommen für Rohprotein, Rohfaser/ ADF, Verdaulichkeit, Energiedichte und Stärkegehalt (Silomais). Für die Modellierung wasserlöslicher Kohlenhydrate wurde ein spezielles Modul entwickelt.

Aktuelles

Lehre

Forschung und Publikationen

Links