Die Bewertung von Landnutzungssystemen stellt einen Arbeitsschwerpunkt des Institutes für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung - Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau – dar.
In zahlreichen Projekten wurden und werden für verschiedene Regionen Schleswig-Holsteins jeweils typische Landnutzungssysteme in Bezug auf Ertragsleistung sowie ökonomische und ökologische Effekte untersucht.
Im Rahmen des Projektes CONBALE (converting to organic farming consequences to N-balance and N-leaching) wurde auf Basis der beiden bis 2001 unabhängig von einander parallel ökologisch bzw. konventionell bewirtschafteten Teilbetriebe des Lindhofes eine vergleichende Analyse der Ertragsleistung, Energieffizienz, Nitratauswaschung und ökonomischer Leistungsfähigkeit im ökologischen und konventionellen Ackerbau in den Jahren 1998-2001 durchgeführt.
In der Zeit von 1997-2002 wurden auf dem Versuchsbetrieb Karkendamm unterschiedliche Produktionsverfahren des Futterbaus (Dauergrünland, Silomais bzw. Ackergras) in Bezug auf Ertragsleistung, Futterqualität, Energie- und Stickstoffeffizienz unter besonderer Berücksichtigung der N-Verluste in die Atmosphäre bzw. mit dem Sickerwasser untersucht.
Zur Zeit wird im Projekt Hof Ritzerau der langfristige Beitrag der Umstellung auf ökologische Wirtschaftsweise auf die floristische und faunistische Artenvielfalt, den Grundwasserschutz, die Ertragsleistung sowie ökonomische Effekte analysiert. Dieses interdisziplinäre Forschungsprojekt der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel wird von Herrn G. Fielmann gefördert.
Im Rahmen des Projektes COMPASS wird die pflanzliche Produktion ökologisch und konventionell wirtschaftender Betriebe in Schleswig-Holstein unter besonderer Berücksichtigung der geographischen Lage und der Betriebsspezialisierung in Bezug auf Ertragsleistung, Energie- und Nährstoffeffizienz, Pflanzengesundheit und abiotische Belastungspotentiale vergleichend untersucht. Bei diesem Projekt handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt des Institutes für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung - Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau - und des Institutes für Phytopathologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, welches auf zahlreichen landwirtschaftlichen Praxisbetrieben Schleswig-Holsteins durchgeführt wird.
Ergänzt wir das Projekt COMPASS durch die Aktivitäten des im Rahmen des EU-INTERREG-IIIA-Programms der EU-Region K.E.R.N/Fyns Amt geförderten deutsch/dänischen Gemeinschaftprojektes AVI-LAND. In diesem Projekt werden die Auswirkungen landwirtschaftlicher Flächennutzungen und Naturschutzmaßnahmen auf die Vogelfauna analysiert. Dänischer Partner dieses Projektes ist Fyns Amts Natur- og Vandmiljøafdelingen in Odense.
Schwerpunkt der Untersuchungen in der K.E.R.N.-Region bildet ein Vergleich ökologischer und konventioneller Landnutzung in Bezug auf die Vögel der Agrarlandschaft, während auf der dänischen Insel Fünen hauptsächlich die Effekte landwirtschaftlicher Naturschutzmaßnahmen auf die Vogelwelt untersucht werden.
Literatur zu diesen Projekten
Kontakt:
Christof Kluß
Stand:
17.03.2012
© Christian-Albrechts-Universität zu Kiel