Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau

Baltic Slurry Acidification

 

 

 

 

Reduzierung von Stickstoffverlusten aus der Tierproduktion durch Förderung der Verwendung von Gülle-Versauerungs-Techniken in der Ostseeregion.

Das Projekt Baltic Slurry Acidification zielt darauf ab, die Umsetzung der Gülle-Versauerungs-Techniken in der gesamten Ostseeregion zu fördern. Gülle-Versauerungs-Techniken (SATs) reduzieren die Ammoniakverluste aus organischen Düngern und verringern somit die Eutrophierung der Ostsee. In dieser Region haben SATs einen starken Nutzen für die Umwelt. Die Verwendung von SATs hat auch für Landwirte Vorteile, da sie auch die Stickstoffverwertung ihrer Gülle erhöhen und so die Abhängigkeit von mineralischem Stickstoff verringern kann.

Hintergrund

Organische Dünger stellen die wichtigste Quelle für Ammoniakemissionen in der Ostsee-Region dar. Durch atmosphärische Deposition gelangt eine signifikante Menge an Stickstoff in die Ostsee. Die Ammoniakemissionen gefährden auch die Gesundheit des Menschen durch die Bildung von schädlichen Partikeln.

Gülle-Versauerungs-Techniken können verwendet werden, um die Ammoniakverluste aus organischen Düngern in Ställen, Speichern und von den Feldern bei der Ausbringung von Gülle zu reduzieren. Diese Techniken wurden in Dänemark weitreichend untersucht. Die drei Haupttypen von SATs sind: 

  • direkte Versauerung der Gülle
  • Versauerung der gespeicherten Gülle
  • Versauerung der Gülle auf dem Feld während der Ausbringung.

 

Aktivitäten

Die Kernaktivitäten konzentrieren sich auf die Schaffung von Pilot SAT Anlagen und Feldversuchen in den Ländern rund um die Ostsee. Pilotanlagen und Feldversuche werden verwendet, um Wissen zu verbreiten und der Zielgruppen über Demonstrationen vor Ort Erfahrungen zur Verfügung zu stellen. So kann beim Endnutzer Vertrauen in diese Technologien aufgebaut werden. Das Projekt soll weitere technologische Aspekte und mögliche Risiken der Versauerung erforschen, die ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen analysieren, Marktanalyse durchführen und politische Empfehlungen vorschlagen, die bei der Verbreitung von SAT-Technologien in der Ostsee-Region helfen könnten.

Zeitrahmen

Das Projekt begann am 1. März 2016 und endet am 28. Februar 2019.

Arbeitspakete

Die Diskussion und Verbreitung der Ergebnisse und Erkenntnisse werden in allen Phasen des Projekts über alle Arbeitspakete erfolgen. Die Baltic Slurry Acidification Arbeitspakete:

logo

  • WP1 Projektmanagement und Verwaltung, Koordination der Kommunikation
  • WP2 Technische Machbarkeitsstudien
  • WP3 Pilot-Installationen und Vorführungen
  • WP4 Feldversuche
  • WP5 ökologischen und ökonomischen Implikationen
  • WP6 Politikempfehlungen und Analysen der Märkte und Gesetzgebung

 

Ziele und Erfolge

Ziel ist es, Stickstoffverluste aus der Landwirtschaft und die Eutrophierung der Ostsee zu verringern. Der größte Teil der Eutrophierung der Ostsee aus der Luft kommt von Ammoniakemissionen und fast die gesamten Ammoniakemissionen stammen aus organischen Düngern.

Es ist seit langem bekannt, dass die Versauerung Ammoniakemissionen aus der Gülle effektiv reduzieren kann. Gülle-Versauerungs-Technologien (SATs) wurden in Dänemark vor über einem Jahrzehnt entwickelt. Diese Technologien wurden unter dänischen Bedingungen getestet und werden von der dänischen Umweltschutzbehörde als BAT-Technologien zugelassen, die dänische Betriebe nutzen können, um Ammoniakemissionen um bis zu 70% zu reduzieren.

In Bezug auf die praktische Umsetzung und den Nutzen von SATs  in der Ostseeregion besteht  die Notwendigkeit, das Bewusstsein über SATs zu verbreiten sowie Wissen und Erfahrungen auszutauschen. Viele Endnutzer in der Region sind sich nicht über SATs bewusst, während diejenigen, die von SATs gehört haben, wissen möchten, ob es durch die Unterschiede in den lokalen agronomischen Bedingungen zu den gleichen positiven Ergebnissen wie in Dänemark kommt.

Aus diesem Grund sollte die Machbarkeit der Umsetzung von SATs unparteiisch und objektiv auf regionaler Ebene analysiert werden. Pilotanlagen mit Feldversuchen und lokale Demonstrationen sollen das Bewusstsein und das Wissen zur erfolgreich Nutzung von SATs in der gesamten Ostseeregion fördern.

Das Projekt hat folgende Ziele

  • Pilotanlagen (WP3) werden zur Demonstration der SATs eingerichtet
  • Feldforschung (WP4) wird durchgeführt, um den Einfluss der Ansäuerung auf die Ernteerträge und auf verschiedenen Bodentypen zu erfassen. Das Feldforschungsprogramm wird für mindestens zwei Jahre durchgeführt.
  • Technologische Aspekte der Machbarkeit von SATs als Instrument für die Verwirklichung von saubereren Gewässern in der Ostseeregion werden geklärt (WP2, WP5)
  • Die resultierenden Informationen werden für die Endnutzer, Landwirte, landwirtschaftliche Berater, Maschinenringe und andere, die an SATs interessiert sind zur Verfügung gestellt (WP1, alle Partner)
  • In Bezug auf Fördersysteme, Barrieren und Marktanalysen der möglichen Verwendung von SATs wird die Umweltgesetzgebung in jedem der betroffenen Länder analysiert (WP6, WP5)
  • Politikempfehlungen werden herausgegeben (WP6), die auf den genannten Analysen der Gesetzgebung, der Fördersysteme, der Märkte sowie auf den Ergebnissen der Untersuchungen und Demonstrationen von Pilotanlagen und den ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen (WP5) der verschiedenen Länder basieren wird.

 

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