Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau

Raps

Optimierung des ökologischen Anbaus von Raps

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Projekt Øko-Qualität

Entwicklung von umweltfreundlichen Anbausystemen zur Produktion von ökologischem Hochqualitätsweizen und -raps durch gemeinsamen Anbau mit Zwischenfrüchten

Øko-Qualität ist ein deutsch/dänisches Gemeinschaftsprojekt durchgeführt im Rahmen des EU-INTERREG-IIIA-Programms der EU-Region K.E.R.N/Fyns Amt.

Projektlaufzeit: 2002 - 2005.

Beteiligte Institutionen: Danish Institute of Agricultural Sciences, Aarslev,
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der CAU Kiel.

Beteiligte Wissenschaftler: Dr. Lene Pedersen (DK), Dr. Kristian Thorup-Kristensen (DK), MSc Inken Mauscherning (D), Dr. Ralf Loges (D)

Projektkurzbeschreibung

Derzeitige ökologische Anbausysteme für Backweizen sowie Raps erzielen nicht immer die erwünschten Erträge und Qualitäten, falls nicht größere Mengen Stickstoff von der jeweiligen Vorfrucht bzw. in Form von Wirtschaftsdüngung tierischer Herkunft eingesetzt werden. Als Folge davon können erhebliche Umweltprobleme durch erhöhte Auswaschung von Nitrat in das oberflächennahe Grundwasser entstehen. Grund hierfür ist, dass die Nitratfreisetzung aus dem organischen Material zu einem Zeitpunkt geschieht, an dem die N-Aufnahmekapazität der Pflanzen sehr gering ist. Das Ziel dieses im Rahmen des Interreg-IIIa-Programms von der EU-geförderten dänisch-deutschen Gemeinschaftsforschungsprojektes ist die Entwicklung eines umweltfreundlichen Anbausystems zur Produktion von Backweizen und Raps von hoher Verarbeitungsqualität.

Die Projektidee besteht darin, im Herbst ausgewählte stickstoffmehrende bzw. –konservierende Zwischenfrüchte zu etablieren. Dieses geschieht entweder im Zwischenreihenanbau mit Winterweizen bzw. –raps (Beisaat) oder als Reinbestand auf Flächen, die für die Aussaat von Sommerweizen bzw. Sommerraps vorgesehen sind. Die mit einem schnell wachsenden Wurzelwerk ausgestatteten Zwischenfrüchte haben die Funktion, das im Laufe des Herbstes freigesetzte Nitrat aufzunehmen und vor der Auswaschung ins oberflächennahe Grundwasser zu schützen. Durch Frosteinwirkung sterben die Zwischenfrüchte über Winter entweder ab, oder sie werden im folgenden Frühjahr eingearbeitet, so dass der in den Zwischenfrüchten konservierte Stickstoff zu dem Zeitpunkt zu dem Weizen und Raps einen besonders hohen Bedarf besitzen um ihr Ertrags- und Qualitätspotential bestmöglich auszuschöpfen wieder freigesetzt wird.

Projektdurchführung: Im Rahmen dieses dreijährigen Versuchsprojektes wird der Zwischenreihenanbau von Zwischenfrüchten mit Winterweizen bzw. Winterraps (Beisaat) dem herkömmlichen Verfahren des Zwischenfruchtanbaus vor Sommerweizen bzw. -raps gegenübergestellt. Neben Gelbsenf und Perserklee werden folgende Zwischenfrüchte auf ihre Eignung für dieses alternative Produktionsverfahren getestet: Ölrettich, Inkarnatklee, Saatwicke, Winterrübsen, Weißklee, Phacelia sowie Winterroggen. In diesen Versuchen wird auch die Bedeutung unterschiedlicher Vorfrüchte sowie der Effekt des Saatreihenabstandes sowie die Intensität der mechanischen Unkrautregulierung auf Ertrag und Qualität untersucht.

Literatur

  • Loges, R. und Böhm, H. (2001). Mehr Raps auf dem Acker. bioland 4, 12-13.
  • Loges, R.; Mauscherning, I.; Taube, F. (2005): Beisaat von Zwischenfrüchten als Möglichkeit zur Reduzierung der N-Auswaschung in Wintergetreide? in Heß, J. und Rahmann, G., Eds. Ende der Nische, Beiträge zur 8. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, S. 593-594. (PDF)
  • Mauscherning, I., Loges, R., and Taube, F. (2005). Beisaat von Zwischenfrüchten als Möglichkeit zur Reduzierung der N-Auswaschung in Wintergetreide. Mitteilungen der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften 17, 140-141. (PDF)
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