Abteilung Grünland und Futterbau/Ökologischer Landbau

Forschung und Projekte

INTERREG 4A

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Futterqualität und PPO-Aktivität von Rotklee in Abhängigkeit von Genotyp und Nutzungssystem

Rotklee enthält im Vergleich zu anderen Leguminosen hohe Mengen an Polyphenoloxidase (PPO), ein Enzym das verantwortlich für die sog. enzymatische Bräunungsreaktion vieler Pflanzen ist. Dieses Enzym oxidiert o–Diphenole zu o–Quinonen, die sehr reaktiv sind und mit weiteren Phenolen und Proteinen Komplexe bilden können. Diese Quinon-Protein-Komplexe wirken hemmend auf den raschen Proteinabbau in den Vormägen von Wiederkäuern und auf die Protolyse in der Silage, was zu einer Verbesserung der N-Nutzungseffizienz beitragen kann. Im Gegensatz dazu führt ein rascher Proteinabbau bzw. hohe Gehalte an Nicht-Protein-Stickstoff bei unzureichender fermentierbarer organischer Masse zu hohen N-Verlusten, die wiederum die Umwelt belasten. Auch während des Silierprozesses kann es bis zum Erreichen eines ausreichend sauren pH-Wertes zu einem erheblichen Proteinabbau kommen. Ziel des Projektes ist daher die Charakterisierung der genetischen Variabilität der Futterqualität und PPO-Aktivität bei Rotklee, um quantitative Grundlagen für das Zuchtziel “N-Effizienz“ zu erarbeiten. Hierzu wird in einem Feldversuch frisches Pflanzenmaterial von 12 Rotkleegenotypen und Weißklee als Kontrolle unter einer 4-Schnittnutzung mit und ohne mechanischer Stress untersucht. Des Weiteren erfolgt bei drei ausgewählten Rotkleegenotypen und Weißklee eine Untersuchung bei angewelktem und siliertem Material. Ferner wird in einem 2-Schnittsystem (Zuwachsverlauf) die Dynamik während der Vegetationsperiode erfasst.

Verbundprojekt BIOGAS-EXPERT

"Modellgestütztes Stoffstrommanagement im System Boden-Pflanze-Fermenter"

Auswirkung der Gärrestapplikation auf das N-Auswaschungspotential unterschiedlicher Fruchtfolgen (Teilprojekt 5)

Projekt: Qualität von Futterleguminosen

Der Weißklee gilt aufgrund seiner positiven Eigenschaften als bedeutendste Leguminose der Weidewirtschaft. So besitzt er eine gute Weideverträglichkeit, eine hohe Nutzungselastizität und die Fähigkeit sich schnell und dauerhaft in einem Bestand zu etablieren. Allerdings weist er auch eine vergleichsweise geringe Durchwurzelungstiefe auf, sodass eine geringe Verträglichkeit gegenüber länger anhaltenden Trockenperioden vorkommen kann. Das Ertragspotential kann gegenüber anderen Futterleguminosen somit vermindert sein.

Ziel des Projektes ist die Leistungsfähigkeit des Futterbaus und insbesondere der Weidewirtschaft im Bezug auf Leguminosen zu erhöhen und alternative Leguminosen zu Weißklee zu untersuchen.

AVI-LAND

Dänische und deutsche Ornithologen analysieren in einem gemeinsamen Forschungsprojekt die Auswirkungen unterschiedlicher landwirtschaftlicher Flächennutzungen und Naturschutzmaßnahmen auf die Vogelfauna. Mehr...

MAGIM: Matter fluxes in grassland of Inner Mongolia as influenced by stocking rate

Die DFG-Forschergruppe MAGIM arbeitet seit Mai 2004 in der Inneren Mongolei, VR China. Der Standort in der Region Xilingoule befindet sich etwa 500 km nördlich von Peking auf dem mongolischen Plateau (etwa 1000 bis 1200 m über NN). Mit Jahresdurchschnittstemperaturen von 1,7°C und durchschnittlichen Niederschlägen von etwa 320 mm im Jahr, ist dort eine semi-aride Steppenlandschaft anzutreffen. Die Vegetationsperiode ist etwa 150 Tage (Mai bis September) lang, frostfreie Tage gibt es nur etwa 100 pro Jahr. Zu dem Projekt gehören 9 Teilprojekte (Bodenkunde, Wind- und Wassererosion, Meteorologie, Pflanzenernährung, Tierernährung und Grünland). Das allgemeine Ziel des Projektes ist die Analyse der Folgen der Überbeweidung, sowie die Prüfung möglicher Gegenmaßnahmen.

COMPASS – Vergleichende indikatorgestützte Bewertung von Landnutzungssystemen

Auf 32 Praxisbetrieben in Schleswig-Holstein werden Daten für eine indikatorgestützte Bewertung der Leistungen und ökologischen Effekte unterschiedlicher Landnutzungssysteme erhoben. Der systematische und repräsentative Untersuchungsansatz berücksichtigt die naturräumlichen Verhältnisse (Böden, Witterung), den Betriebstyp (Ackerbau, Milchvieh-Futterbau) und die Bewirtschaftungsintensität (konventionell, ökologisch). Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt auf dem Belastungspotential für das Grundwasser durch Nitrat, Pflanzenschutzmittel und Antiobiotika. Mehr...

Modellierung von Ertragsbildung und Qualitätsentwicklung im Bereich Grundfutterproduktion

Der Lehrstuhl Grünland und Futterbau befasst sich seit Anfang der 80er mit der Entwicklung von dynamischen Modellen im Bereich Grundfutterproduktion. Mittels eines witterungsbasierten Modells (FOSIM) können Ertragsleistung und Qualitäten verschiedener Futterbaubestände beschrieben bzw. prognostiziert werden. Mehr...

Forschungsschwerpunkt Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme

Im Jahr 1997 wurde eine interdisziplinäre, fachübergreifende Zusammenarbeit aller interessierten Institute und dem Ökologischen Landbau nahestehenden Einrichtungen institutionalisiert. In dem Projekt CONBALE wurde eine vergleichende Analyse der Ertragsleistung, Energieffizienz, Nitratauswaschung und ökonomischer Leistungsfähigkeit im ökologischen und konventionellen Ackerbau durchgeführt. Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme werden des Weiteren Feld-Experimente zur Optimierung des Anbaus der folgenden Kulturpflanzen durchgeführt:

Bewertung der Effizienz relevanter N-Quellen auf Dauergrünland in Hinblick auf Ertragsleistung und N-Verluste

Aufgrund intensiver Stoffflüsse im System Pflanze-Boden können die Nutzungseffizienzen von externen N-Quellen auf Dauergrünland sehr niedrig sein. Um Ausnutzungsgrade für mineralischen und organischen Dünger zu veranschlagen, werden verschiedene Methoden angewandt. Zum einen kann dies über eine auf Differenzen basierende Berechnung geschehen (apparent nitrogen recovery ANR) und zum anderen über gezielte Anreicherungen durch Stabilisotope. Jedoch unterliegen beide Methoden systematischen Fehlern, die zu Über- bzw. Unterschätzungen der Düngerausnutzung führen. In diesem Projekt werden die aufgeführten Methoden auf einen mehrjährigen Datensatz angewandt, um genauere Aussagen über N-Effizienzen sowohl von Mineraldünger als auch von Gülle machen zu können. Das Projekt wird von der DFG finanziert

Stickstoffflüsse im spezialisierten Milchvieh-/Futterbaubetrieb

Hoftorbilanzen der Rinderspezialberatung S.-H. sowie Berechnungen des Lehrstuhls Grünland und Futterbau zeigen, dass die spezialisierten Milchvieh/Futterbaubetriebe Schleswig-Holsteins vergleichsweise hohe Nährstoffüberschüsse aufweisen, die für das Nährelement Stickstoff deutlich über 200 kg N/ha/Jahr betragen können. Mehr...

Projekt "Hof Ritzerau"

In dem interdisziplinären Projekt "Hof Ritzerau" werden die Veränderungen, die mit der Umstellung der Betriebsflächen des Hofes Ritzerau auf Ökologischen Landbau einhergehen, wissenschaftlich analysiert. Die Untersuchungen werden von dem Betriebseigentümer Herrn Günther Fielmann finanziell gefördert. In dem Teilprojekt Pflanzenbau des Projekts „Hof Ritzerau“ werden zusätzlich verschiedene Strategien geprüft, um die Effizienz der Stickstoffversorgung im ökologischen Ackerbau zu optimieren.

 

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